Aller guten Dinge sind VIER

Zwischen Motten, Mondlicht und Geschichten – Klassenfahrt an den Süßen See

Aller guten Dinge sind VIER

Dieses Mal haben wir es wirklich ruhig und sehr friedlich gehabt… 13 sonst unruhige „Geister“, wie es sich bereits beim ersten Zelten in Klasse 7 herausgestellt hatte, verbrachten mit mir zum zweiten Mal drei unvergessliche Tage auf dem Campingplatz in Seeburg. Der Süße See versprach an diesem Wochenende nichts Gutes. Dennoch fürchteten wir uns weder vor angesagtem Gewitter noch vor einer unerwarteten Gesellschaft wie im letzten Sommer, als ein gespenstischer Fuchs uns mitten in der Nacht besucht hatte. Nein, dieses Mal war alles ruhig, abgesehen von Scharen wilder Motten, die wir zunächst für böse Mücken hielten, welche uns jedoch – Gott sei Dank! – nichts anhaben konnten. Die kleinen Biester landeten fluchtartig in frischem Kerzensud, als ob sie schon immer darin baden wollten. Meine Jungs und Mädels fand ich natürlich dort, wo der Himmel die Seeschöne küsst, wo Millionen von Lichtern die untergehende Sonne verabschieden und die Frösche aus freien Stücken und nach Herzenslust ihre Arien meistern. Genau dort, am Wasser, erzählten sie ihre Geschichten und wirkten auf mich sehr entspannt. Klar, sie wollten uns „Große“ nicht dabeihaben.Zuerst besuchten uns ein paar neugierige Filmleute. Sie standen mit ihren Kameras plötzlich da. Unser zweiter Besucher war ein junger Camper, der einen dicken Baumstumpf für das Lagerfeuer anschleppte, nachdem er seine 4 Kinder ins Bett gebracht hatte. Der junge Mann erzählte gern von seinem Leben. Der dritte Besucher zählte zu einem unserer Nachbarn, ein älterer Mann, der das Land Sachsen-Anhalt, seine Heimat, auf dem Motorrad bereiste und sich ebenfalls wie wir einen Aufenthalt auf dem Campingplatz in Seeburg gönnte. Mit ihm teilten wir sogar unsere Kost, denn es war ja genug Essen da, und in der Gesellschaft schmeckte es sowieso viel besser. Aller guten Dinge sind bei uns also VIER. Anschließend hatten auch unsere Mädels einen NETTEN Besuch, aber ich werde darüber nichts verraten.

Elena Lingk (Klasselehrerin, 8. Klasse)